Aktuelles


Zurück in die Zukunft?

Kommentar Gymnasium Saar 6 2009, Klaus Lessel

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der saarländischen Schullandschaft wird es merklich kälter. Wenn in einem Interview der Saarbrücker Zeitung vom 3. Dezember 2009 der neue saarländische GEW-Landesvorsitzende in Bezug auf den Amoklauf von Winnenden sagt:
„Beim Amoklauf fühlt sich der Täter zuvor oft ausgegrenzt und als Verlierer. Der Leistungsdruck im achtjährigen Gymnasium scheint mir leider ein Nährboden zu sein.“, muss man die Frage stellen, warum und woher dieser Hass der Schulform Gymnasium entgegenschlägt, obwohl sich keinerlei Verbindung herstellen lässt. Abgesehen davon, dass die furchtbare Tat von Winnenden nicht an einem Gymnasium verübt wurde, ist es unerträglich, wie kaltschnäuzig hier eine Schulform attackiert wird und die in ihr Beschäftigten desavouiert werden. [mehr]


Einladung zum Vortrag "Ist Bildung noch zu retten?"

Union Stiftung

Die Union Stiftung lädt zu einem Vortrag von Josef Kraus (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes) zu dem Thema "Ist Bildung noch zu retten?" ein. Die Veranstaltung findet am 20. Januar 2010 um 18.30 Uhr in der Kongresshalle Saarbrücken statt. Mehr Informationen finden Sie im Einladungsflyer, der zum [Download] bereitsteht.


Neues Übergangsverfahren auf weiterführende Schulen - Rückschritt oder Fortschritt?

Pressemitteilung vom 01.12.2009

Der SPhV kündigt an, die geplante Veränderung der Übergangsregelung von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. „Bislang steht nur fest: Die Eltern erhalten mit der neuen Regelung mehr Entscheidungsfreiheit. Gleichzeitig wird ihnen aber auch mehr Verantwortung aufgebürdet“, so Klaus Lessel, Vorsitzender des SPhV.
Enttäuscht zeigte sich der SPhV jedoch darüber, dass die mit viel Eifer angekündigten Reformvorhaben in Modellen münden, über die bereits in den 1970er Jahren einschlägige Erfahrungen gesammelt wurden.


Verraten und verkauft

Kommentar Gymnasium Saar 5 2009, Klaus Lessel

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Stiche in den Rücken tun weh, besonders wenn sie von jemandem kommen, von dem man es nie erwartet hätte. Dass die CDU eine Verfassungsänderung anstreben würde, die sehr wahrscheinlich die Zerschlagung des grundständigen Gymnasiums (zumindest eine erhebliche Absenkung des gymnasialen Niveaus) bedeutet, hätte niemand vor der Landtagswahl für möglich gehalten. Die Aussagen der CDU vor der Wahl waren in dieser Hinsicht eindeutig. Ohne die Stimmen der CDU ist im Saarland eine Verfassungsänderung nicht möglich. Doch das ist jetzt anders. Um die Jamaika-Konstellation zu installieren, hat die CDU alle Prinzipien ihrer Bildungspolitik über Bord geworfen und sogar das Bildungsministerium ohne Not aus der Hand gegeben. Scheinbar ist das Interesse an der künftigen Bildungspolitik im Saarland bei dieser Partei nur noch sehr gering. Da helfen auch keine Beteuerungen, der Bestand des Gymnasiums werde auch nach der Verfassungsänderung garantiert. Wer je nach Bedarf nach einer Landtagswahl die Verfassung ändert, hat keine Probleme, nach der nächsten Wahl auch die letzte Garantie für das Gymnasium zu streichen. [mehr]


Ein herzliches Glückauf

Pressemitteilung vom 10. November 2009

Philologenverband zur Ernennung des neuen Bildungsministers

„Ich wünsche im Namen des Saarländischen Philologenverbandes dem neu ernannten Bildungsminister für die nahe Zukunft eine glückliche Hand, Augenmaß und ein gutes Erinnerungsvermögen", erklärte der Vorsitzende des SPhV Klaus Lessel. Die geplanten Änderungen der Schulstruktur wie z.B. die Verkürzung der Gymnasialzeit um ein weiteres Jahr im Saarland stellten tiefgreifende Einschnitte in die Schullandschaft des Saarlandes dar. Es dürfe nicht mit einem groben Hammer alles zertrümmert werden, was sich in den letzten Jahren an Positivem an saarländischen Gymnsien getan habe. Hier sei Geschick und Augenmaß gefragt, vor allem wenn man bedenke, dass das Saarland für seine Existenz und seine wirtschaftliche Zukunft hoch qualifizierte Abiturienten und nicht G-7- Abiturienten mit reduzierten Kompetenzen braucht. [mehr]


Verfassungsänderung für ein längeres gemeinsames Lernen - Das tragen wir nicht mit.

Pressemitteilung vom 09.10.2009

Philologenverband zu den Vorstellungen der Bildungsministerin über die künftige Entwicklung des Gymnasiums im Saarland

Mit völligem Unverständnis  und großer Bestürzung betrachtet der Saarländische Philologenverband (SPhV) die von der Bildungsministerin Frau Kramp-Karrenbauer im Interview mit der Saarbrücker Zeitung (09.10.2009) veröffentlichten Vorstellungen über die weitere Entwicklung des grundständigen Gymnasiums unter einer Jamaika-Koalition im Saarland. [mehr]


Erwartungen - von Klaus Lessel

Kommentar Gymnasium Saar 4 2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn Sie diese Ausgabe von Gymnasium Saar in Händen halten, werden die Würfel für die Entwicklung der Bildungspolitik nach der Landtagswahl im Saarland für die nächsten Jahre gefallen sein. Wie sich die Wählerinnen und Wähler entscheiden werden, lässt sich bei der Drucklegung dieses Artikels aus den Umfragen noch nicht ablesen. Auf jeden Fall wird es wieder Veränderungen und Unruhe in den Schulen geben. Scheint doch die Bildungspolitik das einzige Feld zu sein, auf dem die Parteien glauben, ohne großen finanziellen Aufwand aktiv werden zu können. In allen anderen Bereichen fehlen wohl wie schon seit Jahren das Geld und der Handlungsspielraum. [mehr]


Positive Entwicklungen - von Klaus Lessel

Kommentar Gymnasium Saar 2 2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die ersten Monate des Jahres 2009 wurden von zahlreichen Hiobsbotschaften und Schreckensmeldungen überschattet. Für den Saarländischen Philologenverband gibt es dagegen positive Entwicklungen zu vermelden.
Die Bildungsministerin hat erkannt (Auch der SPhV hat übrigens seinen Beitrag dazu geleistet.), dass Lehrer/innen ihre Ferien brauchen, um für das kommende  Schuljahr neue Kräfte zu sammeln und dass ihnen keine zusätzlichen Aufgaben mehr zuzumuten sind. [mehr]


Häusliches Arbeitszimmer

Gabriele Lipp - DPhV

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich darf Ihnen einen weiteren Fortschritt in Sachen Häusliches Arbeitszimmer mitteilen: Das Finanzgericht Münster
hält die neuen Regelungen zum häuslichen Arbeitszimmer zumindest in Teilen für verfassungswidrig und
hat die Frage der Verfassungswidrigkeit der Regelung nun dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt. [mehr]


Neue Saarl. Besoldungstabelle mit Einbau der Sonderzahlungen und Erfahrungsstufen ab 1. Juli 2009 -
dbb-Forderungen werden zügig umgesetzt

Ewald Linn - stv. Landesvorsitzender dbb beamtenbund und tarifunion, Landesbund Saar

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Forderung des dbb saar, die Sonderzahlungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld) der Landes- und Kommunalbeamten in das Grundgehalt einzubauen und dabei die Dienstaltersstufen in Leistungs- und
Erfahrungsstufen umzuwandeln, ist von der Landesregierung aufgegriffen
worden.

Das Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, die sog. Dienstaltersstufen in Erfahrungsstufen umzuwandeln und die Sonderzahlungen nach Zwölftelung in das Grundgehalt einzubauen.
Näheres siehe Pressemitteilung und Beamte aktuell. [Pressemitteilung] [Beamte aktuell]


DPhV Pressemitteilung
18.11.09
Über 180 000 Unter­stützer! Rie­sen­er­folg für Volks­be­geh­ren gegen die Pri­mar­schule in Ham­burg!
Als einen Rie­sen­er­folg für das Volks­be­geh­ren ge­gen die Pri­mar­schule in Ham­burg und als ein in diesem Um­fang nicht er­war­te­tes Signal an den schwarz-grünen Senat, seine ver­fehl­te Schul­re­form zu stoppen, hat der DPhV-Bundes­vor­sitzen­de Heinz-Peter Meidinger die Tat­sache bewer­tet, dass mit mehr als 180 000 Ein­tra­gungen drei­mal so viele Schul­reform­gegner wie er­forder­lich bei der zwei­ten Stufe des Volks­begeh­rens unter­schrie­ben haben. [mehr]
DPhV Pressemitteilung
12.10.09
Philologenverband warnt Saar-CDU vor "bildungs­poli­ti­schem Sün­den­fall"
Nach dem Votum der Grü­nen im Saar­land für eine Ja­mai­ka-Koa­li­ti­on und nach den Mel­dungen über die bis­heri­gen Son­dierungs­gesprä­che zwi­schen CDU und Grü­nen hat der DPhV-Bundes­vor­sitzende, Heinz-Peter Meidinger, die Union davor ge­warnt, "im künf­tigen Ko­ali­tions­vertrag ihre schul­poli­ti­schen Grund­sätze über Bord zu wer­fen und ihre bildungs­politische Seele an die Grü­nen zu ver­kau­fen." [mehr]
DPhV Pressemitteilung
08.09.09
Keinesfalls an der Bildung sparen!
Bestätigung durch OECD-Bericht: Ange­sichts der deut­lichen Unter­finan­zierung des deutschen Bildungs­wesens hat der DPhV-Bundes­vorsitzende, Heinz-Peter Meidinger, die Kritik des heute vor­gelegten OECD-Berichtes "Education at a Glance 2009" als berech­tigte Rüge gewer­tet. [mehr]
DPhV Pressemitteilung
04.05.09
Sechsjährige Grundschule ist kein Erfolgsmodell!
Flucht der Eltern vor der sechs­jährigen Grund­schule in Berlin hat objektive Gründe: Weniger Bildungs­gerechtig­keit und geringere Leistungen bei längerer Grund­schulzeit [mehr]