Saarländischer Philologenverband

... DIE Interessenvertretung der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Saarländischer Philologenverband

Was kommt jetzt?

E-Mail Drucken PDF
Kommentar Gymnasium Saar 02/2012 Klaus Lessel, Vorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Landtagswahlen sind abgeschlossen und die große Koalition scheint mit den beginnenden Koalitionsgesprächen auf den Weg gebracht. Was können die Lehrkräfte am Gymnasium von der neuen Regierung erwarten? Ganz sicher Sparmaßnahmen, die ja bereits vor der Wahl angekündigt worden sind! Wenn eine Regierung allerdings eine Zweidrittelmehrheit aufzuweisen hat, könnten die Sparmaßnahmen größer ausfallen, als man vor der Wahl anzukündigen gewagt hat. Ein großer Fehler wäre es allerdings, im Zuge des Aufbaus der neuen Gemeinschaftsschule, das Gymnasium als Steinbruch für Lehrerstellen anzusehen und auf eine weitere Qualitätsverbesserung aus Spargründen zu verzichten. Dem Gymnasium kommt vor allem auch für die Neuansiedlung von Betrieben und damit für den Zuzug von Entscheidungsträgern eine überregionale Bedeutung zu. Betriebe aus dem übrigen Bundesgebiet müssen ihren Mitarbeitern und deren Familien ein Bildungsumfeld bieten, das einen möglichst reibungslosen schulischen Übergang von Bundesland zu Bundesland ermöglicht. Hier bietet das Gymnasium als eine Schulform, die (noch!) in allen Bundesländern vertreten ist, eine absolute Garantie.
Ein attraktives Bildungsangebot ist also unerlässlich, um Unternehmen ins Saarland zu holen und hier ansässige auch im Saarland zu halten.

Der Saarländische Philologenverband erwartet, dass in der Bildungspolitik endlich die Ruhe einkehrt, die Lehrer/innen brauchen, um eine solide Bildungsarbeit zu leisten. Beifall heischende Experimente auf Kosten der Schüler/innen und damit verbundene Verunsicherungen der Eltern und Lehrer/innen müssen der Vergangenheit angehören.

Ich wünsche der neuen Regierung – wie immer sie auch aussehen möge – eine glückliche Hand, Sachverstand und Augenmaß in der Bildungspolitik. Davon könnten alle im Saarland profitieren.

Ihr

Klaus Lessel

 

Warnung vor Abzocke "Beamteninformationdienst"

E-Mail Drucken PDF

In jüngster Zeit traten Fälle auf, bei denen Kollegen ungefragt Anrufe von einem sogenannten „Beamteninformationsdienst“ erhielten. Dabei wurden persönliche Daten abgefragt, die angeblich zu einer Berechnung von Pensionsansprüchen nötig seien.

Kurz darauf erhielten die Kollegen Zahlungsaufforderungen für angeblich erbrachte Dienstleistungen in Höhe von ca. 100 €.

Unser Rat: Geben Sie keine persönlichen Daten in solchen Gesprächen preis. Beenden Sie die Telefonate am besten sofort.

Falls ein solcher Anbieter mit Ihnen in Kontakt tritt – oder falls das vielleicht schon geschehen ist –, wenden Sie sich an den Philologenverband, entweder über Ihren Ansprechpartner an Ihrer Schule oder mailen Sie an:

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2012

E-Mail Drucken PDF

Der Saarländische Philologenverband hat mit seinen Wahlprüfsteinen etwas dafür getan, die anstehende Wahlentscheidung für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien im Saarland auf eine solide sachliche Basis zu stellen. Die fünf größten und aussichtsreichsten Parteien haben die faire Chance erhalten, sich zu aktuellen und präzise formulierten Problemen zu äußern und zu den wohlbegründeten Forderungen Stellung zu beziehen. (Download)

 

Rückblick 2011

E-Mail Drucken PDF
Kommentar Gymnasium Saar 06/2011 Klaus Lessel, Vorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2011 hat für die saarländische Bildungslandschaft erhebliche Veränderungen gebracht. Mit den Stimmen der Linken hat die „Jamaika-Koalition“ die Landesverfassung geändert und die „Gemeinschaftsschule“ als „zweite Säule“ neben dem Gymnasium institutionalisiert. Inzwischen wurde die Gemeinschaftsschulverordnung vom Bildungsminister vorgestellt. Neben den bekannten Eckpunkten fällt beim Betrachten der Stundentafel die Neuschaffung des Faches „Lernen lernen“ auf. Hier haben wohl die gleichnamigen seit Jahren an den Gymnasien durchgeführten Projekte Pate gestanden. Es freut mich sehr, dass endlich diese Arbeit und die Erfahrungen auf diesem Wege anerkannt werden. Auf der anderen Seite werden die Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprache eine Stunde weniger unterrichtet als am Gymnasium. Ob dies einer Durchlässigkeit zwischen den beiden Säulen vor allem aus Richtung Gemeinschaftsschule zum Gymnasium förderlich ist, darf bezweifelt werden. Die Versprechungen in der Verordnung  sind – wie erwartet – blumig. Die Realität wird Anspruch und Wirklichkeit auf die Dauer schonungslos offenbaren. Ich hoffe, dass die Gemeinschaftsschule auf eine solide finanzielle und personelle Basis gestellt wird und sich durch einen hohen Qualitätsanspruch das Vertrauen der Eltern erwirbt; allerdings nicht auf Kosten des Gymnasiums. Darauf werden wir achten! Letztlich werden in den kommenden Jahren die Eltern durch ihre Anmeldungen über den Erfolg dieser Schulform abstimmen.

Ich freue mich besonders, dass die Landesregierung ihre Fehlentscheidung, die Eingangsbesoldung der Junglehrer abzusenken, zumindest bei den Lehrer(inne)n an Berufsschulen zurück nehmen will, und fordere, dass diese Maßnahme auch auf die Gymnasiallehrer ausgedehnt wird. Geschieht dies nicht, werden auch weiterhin Junglehrer in andere Bundesländer ziehen und somit für unsere Unterrichtsversorgung nicht zur Verfügung stehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Landesregierung dieses Mal unsere Warnung nicht in den Wind schlägt.

Das Bildungsministerium hat für das nächste Schuljahr die Schaffung von Stellen für eine effektive „Lehrerfeuerwehr“ angekündigt. Auch hier bleibt nur die Hoffnung für unsere Schülerinnen und Schüler, dass diese Ankündigung auch im Bereich der Gymnasien wirksam umgesetzt wird.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Ihr

Klaus Lessel

 

SPhV fordert die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für alle Junglehrer

E-Mail Drucken PDF
Pressemitteilung vom 23. November 2011

Saarländischer Philologenverband fordert die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für alle Junglehrer

„Die Absenkung der Eingangsbesoldung für Junglehrer hat sich als schwerer Fehler erwiesen“, kommentierte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes, Klaus Lessel, die jüngsten Medienberichte aus der Landesregierung, wonach die Absenkung der Eingangsbesoldung für Lehrer/innen an beruflichen Schulen wieder aufgehoben werden soll. „Es ist daher sehr  erfreulich“, so Lessel weiter, „dass die Landesregierung ihre Fehlentscheidung eingesehen und wieder zurückgenommen hat. Allerdings ist es völlig unverständlich, warum man trotz aller frühzeitigen Warnungen der Lehrerverbände, darunter auch des Philologenverbandes, erst gewartet hat, bis der Schaden eingetreten ist, bevor man handelt. Wir hoffen, dass die Landesregierung unsere Warnungen diesmal nicht in den Wind schlägt und dem zwar halbherzigen aber richtigen Schritt nun den nächsten folgen lässt: die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für alle Junglehrer.“
Eine Ungleichbehandlung der Berufsanfänger, so Lessel abschließend, sei im Hinblick auf die künftige Lehrerversorgung im Saarland inakzeptabel und zerstöre  das Vertrauen der Junglehrer in die saarländische Einstellungspolitik.

 

Kommentar

E-Mail Drucken PDF
Kommentar Gymnasium Saar 05/2011 Marcus Hahn, Bildungspolitischer Sprecher des SPhV

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn Sie dieses Heft in Händen halten, werden Sie bereits über die Erfolge des DBB bei den Verhandlungen über die Beamtenbesoldung in diesem und im nächsten Jahr informiert sein. Es besteht kein Zweifel: Die Kärrnerarbeit unserer Dachverbände hat sich wieder einmal gelohnt. Anstelle von Presse-Gags setzen unsere Verbände auf kontinuierliche Arbeit und intensives Überzeugen - und verschaffen damit sehr oft unseren berechtigten Erwartungen das notwendige Gehör.

Und doch bleibt ein schales Gefühl zurück. Es scheint zur üblichen Praxis der Politik geworden zu sein, zuerst überzogene Sparmaßnahmen in einem Bereich anzukündigen, diese dann gönnerhaft zumindest teilweise zurückzunehmen - und sich dann einfach (oder willkürlich?) den nächsten Bereich vorzuknöpfen. Auf diese Weise soll wohl der Eindruck entstehen, es werde „überall“ gespart. Nur wie sieht die Wirklichkeit aus? Das aktuelle Heft von Gymnasium Saar versucht einen Blick hinter die Kulissen der Finanzpolitik zu werfen.

In dieser Ausgabe greift Gymnasium Saar auch ein anderes Dauerthema der Bildungspolitik auf, nämlich den Bildungsföderalismus. Vereinheitlichung, so scheint es, ist gegenwärtig in dieser Diskussion wichtiger als Vielfalt und Ideenreichtum. Vor allem das Argument von dem Kind, das in seiner Schulzeit aufgrund der beruflichen Situation seiner Eltern dreimal umziehen muss, entfaltet in letzter Zeit enorme Überzeugungskraft. Aber nun wissen wir ja schon längst, dass die Bildungspolitik gerade dann, wenn sie sich als Sachwalter der Bedürfnisse der Eltern darstellt, in Wirklichkeit ganz anderes im Schilde führt. Gymnasium Saar möchte Ihren Blick auf diese Diskussion schärfen.

Zum Schluss noch eine kleine Lektüreempfehlung. Kaum etwas mögen Lehrer weniger als juristische Themen. Aber es ist ja gar nicht zu leugnen: An immer mehr Stellen unseres beruflichen Tuns haben wir mit rechtlichen Probleme zu tun. An der Spitze steht häufig die Frage, unter welchen Umständen Lehrer persönlich haftbar gemacht werden können. Dr. Georg Hoegg hat einige sehr instruktive Fälle zu dieser Frage gut lesbar aufbereitet, die so manches Problem schon im Vorfeld zu verhindern helfen. Und wenn es dann doch einmal zu einem Konflikt kommt, können Sie sich auf die Hilfe der Rechtsberatung des Saarländischen Philologenverbands verlassen, die wir gemeinsam mit dem Diensleistungszentrum des DBB für unsere Mitglieder anbieten.

Marcus Hahn
Bildungspolitischer Sprecher

 


Seite 1 von 5

Facebook

Banner

Neuigkeiten

Anmeldeformular DV 24.04.2012

Delegiertenversammlung am Donnerstag, den 24.05.2012

Die Delegiertensprecher/innen werden gebeten, die Teilnehmer an der Delegiertenversammlung bis spätestens 15.05.2012 zu melden.
[Download des Anmeldefomulars]

 

dbb-Broschüre 18.10.2011

Neue Saarländische Laufbahnverordnungen als PDF-Druck

Mit Amtsblatt Nr. 33 S.312 vom 13. Oktober 2011 ist das neue saarländische Laufbahnrecht mit Wirkung zum 14. Oktober 2011 in Kraft getreten! Der dbb saar, der das neue Laufbahnrecht im Rahmen der "Runden-Tisch-Gespräche" mit dem Innenministerium wesentlich mitgestaltet hat, stellt mit beiliegendem PDF-Druck eine Broschüre "Saarländische Laufbahnverordnungen 2011" zur Verfügung.


 

DBB Broschüre 12.10.2011

Neue dbb-Broschüre: Ratgeber für Elterngeld und Elternzeit

Das Elterngeld ermöglicht es Müttern und Vätern, ohne Angst vor finanziellen Engpässen für einige Zeit aus dem Berufsleben auszusteigen, um mehr Zeit für die Betreuung des Kindes zu haben.

  • Aber wer bekommt Elterngeld und wie lange?
  • Welche Antragsfristen müssen beachtet werden?
  • Haben Beamte die gleichen Ansprüche wie Tarifbeschäftigte?
  • Und wer hilft im Rechtsstreit?
Damit im öffentliche Dienst Beschäftigte ihre Familienzeit optimal planen können, hat die DBB-BUNDESFRAUENVERTRETUNG einen handlichen Ratgeber erstellt, der die wichtigsten Fragen zum Thema Elterngeld und Elternzeit beantwortet. Neben den aktuellen Änderungen des Elterngeldgesetzes bietet die Broschüre wichtige Rechtstipps und Hinweise. [Download]

 

DBB und Tarifunion Saar 15.09.2011

Spitzengespräch mit der neuen Ministerpräsidentin

Teilerfolg: Keine Nullrunde in 2011 und 2012
Landes- und Kommunalbeamte, Beamtenanwärter sowie Versorgungsempfänger erhalten eine Einmalzahlung als Ausgleich in 2011 und eine lineare Erhöhung von 1,9 Prozent ab 1. Juli 2012
Ministerpräsidentin bietet Gewerkschaften einen gemeinsamen Diskussionsprozess an

Bei der dbb-Forderung, das Tarifergebnis 2011/2012 auf die Landes- und Kommunalbeamten zu übertragen, bleiben die Fronten zwischen Landesregierung und dbb saar weiter verhärtet. Dennoch, die von Landesregierung und Regierungsfraktionen vorgesehene Null-(Minus)runde für die Beamten in 2011 und 2012 ist vom Tisch.

Ausführliche Informationen siehe Beamte aktuell  [Download]

 

Profil

Banner

dbb

Banner

Junge Philologen

Banner

Wettbewerbe

Banner