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Pressemitteilung vom 17. Februar 2011

Philologenverband zur angekündigten Schaffung neuer Lehrerstellen

„Wir freuen uns selbstverständlich über jede Verbesserung der Vertretungssituation an den Schulen“, sagte der bildungspolitische Sprecher des Saarländischen Philologenverbandes Dr. Marcus Hahn, „wundern uns aber gleichzeitig über die plötzliche Einsicht und die stellenplantechnischen Möglichkeiten des Bildungsministers. Noch im April 2010 hatte der Gymnasialbereich laut Bildungsminister 190 Lehrerstellen zu viel. Jetzt wird eingestanden, dass unbedingt etwas gegen den krankheitsbedingten Unterrichtsausfall getan werden muss. Noch vor kürzester Zeit gab es laut Aussage aus der Koalition keinen finanziellen Spielraum für die Ausweisung neuer Lehrerstellen.“

Allerdings, so Dr. Hahn weiter, stelle sich überhaupt die Frage, wo denn die Lehrer/innen für diese neugeschaffenen Stellen herkommen sollen. Bereits jetzt sei es schwierig, überhaupt noch ausgebildete Lehrer/innen zu finden, die sich für eine solche „Lehrerfeuerwehr“ im Saarland zur Verfügung stellen. Wenn es sich nicht nur um eine bloße Ankündigung bzw. Absichtserklärung seitens des Bildungsministers handele, sei es höchst interessant, wie dieses Problem kurzfristig gelöst werden solle.

„Der Saarländische Philologenverband“ so Dr. Hahn abschließend, „ist aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus skeptisch, ob die angekündigten Vorhaben aus quantitativer und vor allem auch qualitativer Sicht realisiert werden können, ohne dass an anderer Stelle im System wieder der Rotstift angesetzt wird.“

 

Pressemitteilung vom 05. November 2010

Philologenverband zur geplanten Absenkung der Eingangsbesoldung

„Wir unterstützen die Forderungen der Referendare“, sagte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel, „und fordern die Landesregierung auf, die geplante Absenkung der Eingangsbesoldung und die im Haushaltsplan 2011 vorgesehene Streichung von 20 Lehrerstellen im Bereich der Gymnasien zurückzunehmen und so die Leistungsfähigkeit und die hohe Qualität des saarländischen Bildungswesens weiterhin zu gewährleisten.“
„Die Absenkung der Eingangsbesoldung und die im Haushaltsentwurf 2011 vorgesehene Streichung von 20 Lehrerstellen im gymnasialen Bereich, so Lessel weiter, führen sehr wahrscheinlich dazu, dass viele besonders gut und mit hohem Kostenaufwand für das Land ausgebildete Anwärter für das Lehramt an Gymnasien vor allem in Bedarfsfächern das Land wegen fehlender Beamtenstellenstellen und geringerer Besoldung verlassen werden und in anderen Bundesländern mit geringerer Unterrichtsverpflichtung und höherem Eingangsgehalt als Beamte/Beamtinnen unterrichten. Zurück bleiben wohl oft nur Anwärter mit Nicht-Bedarfsfächern, die von anderen Bundesländern nicht angenommen werden.“
Diese Besoldungspolitik nach Kassenlage, so Lessel abschließend, mache eine Beseitigung des schon jetzt herrschenden Lehrermangels in Bedarfsfächern unmöglich und werde in den nächsten Jahren die bereits unterrichtenden Lehrkräfte noch stärker belasten.

Pressemitteilung vom 04. Oktober 2010

Saarländischer Philologenverband fordert Kassensturz für den Bereich der Bildungspolitik

„Die angekündigte Absenkung der Eingangsbesoldung für den höheren Dienst wird für die Lehrerversorgung an den saarländischen Gymnasien äußerst negative Folgen haben“, kommentierte Klaus Lessel, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes, die Pressemeldungen vom 01.10.2010 zu den geplanten Sparmaßnahmen der saarländischen Landesregierung. „Junge, gut ausgebildete Nachwuchslehrkräfte verlassen ja wegen der schlechteren Einstellungsbedingungen jetzt schon unser Land“, so Lessel weiter.

Diese kurzsichtige Sparmaßnahme führe dazu, dass weder aus anderen Bundesländern noch aus dem Saarland  junge Lehrkräfte, auch vor allem mit den dringend benötigten naturwissenschaftlichen Fächerverbindungen, im Saarland um eine Anstellung nachsuchten. Dann würden Lehrer/innen im Saarland nicht mehr für unser Bundesland sondern vor allem für andere Bundesländer ausgebildet.

In Verbindung mit den anderen Sparmaßnahmen, wie Kostendämpfungspauschale in der Beihilfe, Nullrunde und lange Wartezeiten bei Beförderungen, werde der durch Pensionierung ausgelöste Lehrermangel in den kommenden Jahren nicht mehr zu beheben sein.“

„Angesichts der Finanzprobleme, auf denen diese Sparmaßnahmen ja wohl basieren,“ so Lessel abschließend, „fordert der Saarländische Philologenverband von der Landesregierung, zuerst einen Kassensturz vorzunehmen, bevor in der Bildungspolitik neue kostspielige Maßnahmen, wie z.B. der weitere Ausbau von Ganztagsschulen oder die Einführung neuer Schulformen, verkündet werden. Die Regierungskoalition muss nun endlich offenlegen, nicht wie viel Bildung sie finanzieren will, sondern überhaupt noch finanzieren kann.“

Pressemitteilung vom 12. August 2010

Saarländischer Philologenverband zum heutigen Rundfunkinterview des Bildungsministers

„Der Saarländische Philologenverband sieht im Gegensatz zu Bildungsminister Klaus Kessler keine Vorteile des 5. Grundschuljahres für die saarländischen Schülerinnen und Schüler", erklärte der Vorsitzende des SPhV Klaus Lessel zu den Aussagen von Bildungsminister Klaus Kessler in einem Rundfunkinterview des Saarländischen Rundfunks. Solange keine Schulversuche mit begleitenden Untersuchungen nachgewiesen hätten, dass schwächere Schüler/innen durch ein Jahr längeres gemeinsames Lernen besser gefördert und leistungsstärkere Schüler/innen gefordert  würden, so Lessel weiter, bleibe im Hinblick auf die enormen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen die Einführung des 5. Grundschuljahres ein teures Experiment mit ungewissem Ausgang. Bei der Verzahnung der Grundschule mit dem Kindergarten habe das Bildungsministerium den richtigen Weg eingeschlagen, in dem es zunächst Schulversuche eingerichtet habe. Es sei nicht einsichtig, warum man diesen Weg, wenn man schon ein völlig neues und in der Bundesrepublik einmaliges Strukturmodell unbedingt einführen wolle, nicht auch gehe. Erst danach könne man sagen, ob sich der erwartete riesige finanzielle und organisatorische Aufwand lohne.
Erschwerend komme noch hinzu, so der Vorsitzende, dass zwar zu Beginn der Sommerferien das Modell noch einmal vorgestellt worden sei, aber im Wesentlichen lediglich die Aussagen vom Frühjahr wiederholt worden seien. Darüber hinausgehende inhaltliche bzw. organisatorische Aussagen fehlten bis jetzt.
„Das Problem, dass dem Gymnasium bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums zunächst das 9. Schuljahr gestrichen worden ist, und jetzt noch einmal das 5. Schuljahr fehlen soll, kann nicht einfach damit gelöst werden, dass man Gymnasiallehrer/innen im 5. Grundschuljahr in den Hauptfächern unterrichten lässt“, sagte Lessel abschließend. Auch in den anderen Fächern würden Grundlagen für ein gymnasiales Arbeiten in den späteren Jahren gelegt, auf die man nicht einfach verzichten bzw. die man nicht  in die nächsten Jahrgangsstufen verschieben könne, ohne Qualitätseinbußen in Kauf zu nehmen.
Bevor man einen Alleingang im Saarland ins Auge fasse, sollte man sich auch die Erfahrungen in anderen Bundesländern zunutze machen. So könne man sich enttäuschte Erwartungen und vermeidbare Misserfolge ersparen.

 

Pressemitteilung vom 22. April 2010

Philologenverband zur Streichung von Lehrerstellen im gymnasialen Bereich

Der Haushaltsentwurf 2010 sieht vor, im Bereich der Gymnasien 42 Lehrerstellen und bei den Erweiterten Realschulen 33 Stellen zu streichen. Begründet wird diese Maßnahme mit dem Rückgang der Schülerzahlen. Beide Schulformen haben Zuwächse bzw. einen ungefähren Gleichstand bei den Anmeldezahlen zu verzeichnen. Die Gesamtschulen sind dagegen bei den Anmeldezahlen stark eingebrochen. Und genau dieser Schulform werden die oben eingesparten Stellen zugeschlagen.

Die Botschaft dieser Maßnahme scheint klar: Eltern sollen künftig ihre Kinder an einer Gesamtschule anmelden, weil dort die beste Lehrerversorgung vorhanden ist. Und den Eltern, die ihre Kinder am Gymnasium angemeldet haben, wird so vermittelt, dass das wohl ein Fehler war. „Die Folgen zeigen sich bereits jetzt“, so der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel, „jungen Kolleginnen und Kollegen können nur wenige Beamtenstellen im neuen Schuljahr angeboten werden. Sie werden die ihnen bereits jetzt versprochenen Beamtenstellen in anderen Bundesländern, z.B. in Rheinland-Pfalz, annehmen und damit dem Saarland, das ihre Ausbildung bezahlt hat, den Rücken kehren. Hier wird eine Chance vertan, endlich im G8 durch kleinere Klassen bessere Lernbedingungen zu schaffen.“

Jetzt, so Lessel weiter, greife wieder der ewige Kreislauf: Lehrer sind vorhanden, aber keine Stellen. Sind wieder Stellen vorhanden, herrscht Lehrermangel. Dieser Kreislauf könne nur durch eine sinnvolle und ideologiefreie langfristige Personalpolitik durchbrochen werden.
„Der Saarländische Philologenverband“, so Lessel abschließend, „erwartet von der Landespolitik eine optimale Versorgung aller Schulformen mit Lehrerstellen, zumal immer wieder betont wird, dass an der Bildung nicht gespart werde. Nur so kann Unterrichtsqualität gehalten bzw. verbessert werden.“

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