Der Saarländische Philologenverband sorgt dafür, dass Sie auf dem Laufenden bleiben.
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Pressemitteilung vom 17. November 2013

Der Saarländische Philologenverband hat scharfe Kritik an der geplanten Streichung von 91 Beförderungsstellen im Bereich der Gymnasien geäußert. Der Etatentwurf für 2014 bedeute sowohl für die Lehrkräfte an Gymnasien weniger Aufstiegsmöglichkeiten als für die Gymnasien selbst weniger Hilfe bei der Bewältigung der wachsenden Zahl an Aufgaben. "Da ist es auch kein Trost, dass 59 der gestrichenen Stellen bei den Gemeinschaftsschulen neu eingerichtet werden.", so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV.
Ganz im Gegenteil gingen dem Lehrerbereich insgesamt 32 Beförderungsstellen verloren, was einen klaren Bruch der Zusagen vom Juni 2013 im Rahmen der Verhandlungen über die zukunftssichere Landesverwaltung bedeute. "Vor kaum einem halben Jahr ist uns die Verbesserung der Arbeits- und Aufstiegsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst des Saarlandes versprochen worden. Davon ist an Gymnasien nichts zu sehen.", so Marcus Hahn.
Zweifel äußerte der SPhV auch im Hinblick auf das Vorhaben der Regierung, Veränderungen im Bildungsbereich aus der sogenannten demographischen Rendite zu finanzieren. "Gegenwärtig ist keine Vorbereitung des Bildungsbereichs auf die demographischen Veränderungen erkennbar.", kritisierte Marcus Hahn.
Daher fordert der SPhV neben dem Erhalt aller nötigen Beförderungsstellen die unverzügliche Besetzung der 150 derzeit freien Beförderungsstellen und verlangt vom Minister, endlich auch im Lehrerbereich die Arbeitsgruppen zur Aufgabenkritik einzuberufen, um das Land in diesem Bereich fit für die Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft zu machen.
"Auf gar keinen Fall darf es sein, dass die Gymnasien als Steinbruch zur Finanzierung von Versprechungen in anderen Bereichen dienen. Das haben die Lehrkräfte, die Schüler und die Eltern unserer Schulform nicht verdient.", fasste Marcus Hahn den Standpunkt seines Verbandes zusammen.

Pressemitteilung vom 10. November 2013

Die 39. Vertreterversammlung des Deutschen Philologenverbands in Berlin hat den saarländischen Philologen Dr. Horst Günther Klitzing erneut zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt.

"Dieser Erfolg ist auch eine Bestätigung für die langjährige hervorragende Arbeit von Horst Günther Klitzing auf der deutschen und der europäischen Ebene", kommentierte Marcus Hahn, der Landesvorsitzende des Saarländischen Philologenverbands, das Wahlergebnis.
Eine klare Absage erteilte die DPhV-Vertreterversammlung den Bestrebungen mancher Bundesländer, die Lehrerausbildung zu vereinheitlichen. "Der Einheitslehrer ist eine billige Ersatzlösung, die nicht funktioniert. Auch im Saarland sollen sich Schüler darauf verlassen können, dass ihre Lehrer für ihre speziellen Aufgaben und Anforderungen auch speziell vorbereitet sind.", fasste Marcus Hahn die Debatten in Berlin zusammen.

Pressemitteilung vom 12. Oktober 2013

Saarländischer Philologenverband fordert bayerische Schulpolitik als Vorbild für das Saarland

"Die Zahlen zeigen, dass fachliche Leistungen in der Schule zu messbaren Lernerfolgen führen", kommentierte Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands, den vom Institut zur Qualitätsentwicklung vorgelegten Ländervergleich 2012. "An saarländischen Gymnasien, an denen die Fachlichkeit des Unterrichts groß geschrieben wird, erzielen die Schüler schon bis Klassenstufe 9 einen Lernvorsprung von mehr als einem Schuljahr gegenüber dem Durchschnitt ihres Jahrgangs", so Marcus Hahn weiter.
Die Studie des IQB belegt auch, dass die fachliche Ausbildung der Lehrkräfte eine wesentliche Voraussetzung für den Lernerfolg der Schüler ist. Daher erteilt der Saarländische Philologenverband den Bestrebungen, die fachlichen Anteile in der Lehrerbildung zurückzufahren, eine klare Absage.
Die gerade im Fach Mathematik durchschnittlich eher schwachen Ergebnisse der saarländischen Schüler sollten - nach Auffassung des Saarländischen Philologenverbands - der Bildungspolitik allerdings zu denken geben. "Der Ländervergleich zeigt wieder einmal, dass Bildungsminister Commercon gut beraten wäre, sich seine Vorbilder eher in Bayern oder in Sachsen zu suchen als in Hamburg oder Nordrhein-Westfalen", so Marcus Hahn.

Pressemitteilung vom 03. März 2013

Stellungnahme des Saarländischen Philologenverbandes zu den Anmeldezahlen an weiterführenden Schulen

In einer ersten Stellungnahme zu den Anmeldezahlen an die weiterführenden Schulen hebt Bildungsminister Ulrich Commerçon hervor, die Gemeinschaftsschule sei von den Eltern gut angenommen worden.
Marcus Hahn, Vorsitzender des Saarländischen Philologenverbandes (SPhV) meint jedoch: „Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. So sind die Anmeldezahlen an die Gemeinschaftsschulen gegenüber dem Vorjahr um 7,5% gesunken, die an die Gymnasien um 1,8% gestiegen.“
Von einer „guten Annahme“ der neuen Schulform könne auch deshalb keine Rede sein, weil diese die einzige noch verbliebene Pflichtschule ist. Das Ministerium präsentiert der Öffentlichkeit das Bild von zwei Säulen des Schulsystems, die beide zum Abitur führen. Dazu passt auch die Ankündigung, an jeder Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe mit sämtlichen Funktionsstellen einrichten zu wollen.
Die Anmeldezahlen haben aber eindrucksvoll gezeigt, dass die Eltern dem bewährten pädagogischen Konzept des Gymnasiums, das auf dem Wege einer vertieften Allgemeinbildung zur Studierfähigkeit führt, den Vorzug geben. Anstatt mit der Schaffung eines neuen Angebots, das nicht nachgefragt wird, Steuergelder zu verschwenden, muss daher für Fairness zwischen den beiden Säulen gesorgt werden. Dazu zählt unter anderem, dass die Gymnasien die bei ihnen tatsächlich dringend benötigten Funktionsstellen auch wirklich erhalten.
„Das Votum der Anmeldezahlen muss Folgen haben!“ fordert Marcus Hahn. „Es muss ein Ende damit haben, dass Funktionsstellen an Gymnasien so lange unbesetzt bleiben; die Gymnasien im Saarland dürfen bei den jungen Kolleginnen und Kollegen nicht weiter an Attraktivität gegenüber den Gymnasien in anderen Bundesländern verlieren.“

Pressemitteilung vom 27. Februar 2013

Eignungsüberprüfungen für Lehramtsstudenten kein erfolgversprechender Weg

„Dass ein amtierender Minister Gerüchte über angebliche Beschwerden gegen seine Beamten weiterverbreitet, ist nicht in Ordnung”, kommentierte Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands, die jüngsten Äußerungen des saarländischen Bildungsministers über die Referendare. „Die Lehramtsanwärter wurden allesamt vom Minister selbst als Beamte auf Probe eingestellt. Sie haben ein Recht darauf, fair und respektvoll behandelt zu werden”, so Marcus Hahn weiter.
Dem Vorhaben, mit Hilfe von Praktika zu Beginn des Studiums die Eignung für den Lehrerberuf feststellen zu wollen, bescheinigt der Saarländische Philologenverband nur sehr geringe Erfolgsaussichten. Viel wichtiger ist es, gute Rahmenbedingungen für eine vollwertige fachliche und pädagogische Ausbildung zu schaffen, anstatt Studium und Referendariat mit immer neuen Anforderungen vollzustopfen.
„Die jüngsten Pläne des Ministers zeigen die ganze Widersinnigkeit der Bildungspolitik: Da schafft man die Grundschul-Empfehlung aufgrund ihres angeblich zu geringen Prognosewertes ab, will aber bei 18-jährigen Schulabgängern überprüfen, ob sie womöglich noch dreißig Jahre später für den Lehrerberuf geeignet sind”, kommentierte Marcus Hahn die Pläne der Regierung.
Die Zustimmung des Saarländischen Philologenverbands findet dagegen das Vorhaben des Bildungsministers, für Qualitätsverbesserungen im Unterricht zu sorgen. Dafür seien aber zusätzliche Praktika zu Studienbeginn kein sinnvoller Beitrag. Viel wichtiger sei es, die lange versprochene Absenkung der Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte endlich vorzunehmen und die Unmenge der - oft rein bürokratischen - Zusatzbelastungen der Lehrkräfte zu reduzieren. Das Wichtigste aber ist, durch eine vorausschauende Personalpolitik dafür zu sorgen, dass tatsächlich nur fachlich und pädagogisch voll ausgebildete Lehrkräfte an den Schulen zum Einsatz kommen, anstatt wie bisher Pflichtunterricht in großem Umfang durch Aushilfslehrkräfte ohne abgeschlossene Ausbildung erteilen zu lassen.
„Der Ball liegt in der Hälfte des Ministers. Anstatt sich auf Kosten der Schwächsten, nämlich der Referendare, mit halbgaren Vorschlägen in der Öffentlichkeit zu profilieren, sollten besser die längst überfälligen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Unterrichtsqualität an den Schulen ergriffen werden”, so Marcus Hahn abschließend.