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Pressemitteilung vom 22. Januar 2016

„Sprechprüfungen stellen eine Chance dar, die allerdings richtig genutzt werden muss“, resümierte Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands (SPhV) die Position seines Verbandes zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung des neuen Prüfungsformates, die der Bildungsminister Ulrich Commerçon heute vorgestellt hat. Der gymnasiale Bildungsgang versteht modernen Fremdsprachenunterricht als Teil der Persönlichkeitsbildung, zu dem neben dem Lesen und dem Schreiben ganz selbstverständlich auch mündliche Kommunikation gehört. Auch deshalb, so der Philologenverband, haben die Lehrkräfte an Gymnasien schon vor Jahren begonnen, den Fremdsprachenunterricht stärker auf kommunikative Fähigkeiten hin auszurichten.
Allerdings hat schon der Testlauf der Sprechprüfungen im vergangenen Herbst aus Sicht der Lehrkräfte Fragen aufgeworfen. So entstand ein erheblicher organisatorischer Aufwand, der auch zu bedeutenden Mehrbelastungen für die Schulleitungen und die Lehrkräfte führte. Eine ebensolche Herausforderung ist die Chancengleichheit für die Schüler, die per Zufall zu Prüfungspaaren zusammengestellt werden und denen ihre Aufgaben ebenso zufällig zugeteilt werden. Daher sieht der SPhV noch erheblichen Verbesserungsbedarf bei der praktischen und inhaltlichen Ausgestaltung der Prüfungen.
Mit Blick auf das Ziel des gymnasialen Bildungsgangs warnte der Philologenverband vor euphorischen Erwartungen an die Mündlichkeit in Fremdsprachenprüfungen. Inwiefern das neue Prüfungsformat einen effizienten Beitrag zur Beurteilung der Studierfähigkeit wird leisten können, wird sich aus Sicht des SPhV noch zeigen müssen. „Wir sollten auch nicht vergessen, dass gerade heute, wo fremdsprachige Literatur in allen Fächern die selbstverständliche Grundlage eines Studiums bildet, das Auswerten und auch das Schreiben von schriftlichen Texten eher sogar an Bedeutung gewinnt“, so Marcus Hahn.
Verständnis äußerte der Philologenverband gegenüber dem Unbehagen mancher Lehrkräfte, die den Fremdsprachenunterricht durch die jüngsten Entwicklungen zu stark auf seine instrumentelle Funktion beschränkt sehen. Aus Sicht des SPhV ist klar, dass Fremdsprachenunterricht stets auch eine ästhetische und allgemeinbildende Funktion hat und dass diese Funktion sich in den Lehrplänen und in den Prüfungsformaten niederschlagen muss. Unterricht oder Prüfungen nach dem Motto „Egal wie und worüber – Hauptsache, die Kommunikation gelingt“, entspricht daher nach Auffassung des Philologenverbands keinesfalls dem gymnasialen Bildungsverständnis.

Pressemitteilung vom 19. Januar 2016

Vor übereilten Reformen an der Oberstufe warnte der Saarländische Philologenverband (SPhV) anlässlich einer Anhörung der SPD-Landtagsfraktion am Dienstag den 19. Januar im Landtag des Saarlandes. „Hauptaufgabe der Oberstufe ist es, Schüler auf ein wissenschaftliches Studium vorzubereiten“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV.
„Auf dieses Ziel arbeiten die Lehrkräfte an den Gymnasien im Saarland ab Klassenstufe 5 hin und erzielen damit vergleichsweise großen Erfolg, wie die Studienleistungen der Gymnasiasten eindrucksvoll belegen“, so Marcus Hahn weiter.

Grundsätzlich hat sich aus Sicht des Philologenverbands auch die 2007 im Saarland eingeführte Oberstufenverordnung bewährt. Dies besonders deshalb, weil die Lehrkräfte in der Zwischenzeit die Lehrpläne und die Prüfungsformate einer gründlichen Modernisierung unterzogen haben.

Gegenüber Detailverbesserungen zeigte sich der Philologenverband offen: Viele Lehrkräfte bedauern, dass die fachliche Vertiefung teilweise nicht mehr in dem Umfang erreicht wird, der sinnvoll wäre.

„Anlass zur Sorge bereitet, dass die Schülerinnen und Schüler selbst bei optimaler Erfüllung aller Lernerwartungen in fachlicher Hinsicht schlechter auf ein Studium bestimmter Fachgebiete vorbereitet sind als die Schüler früherer Jahrgänge.“, heißt es in der Stellungnahme des SPhV. „Ein Grund dafür kann in der „Abitur-für-alle-Ideologie“ der vergangenen Jahre gesehen werden; mit Sicherheit spielen aber auch die eingeschränkten Wahlmöglichkeiten in der gegenwärtigen Oberstufe eine Rolle.“, so Marcus Hahn.

Weitere Möglichkeiten zur Verbesserung sieht der SPhV hauptsächlich im organisatorischen Bereich, so z.B. bei der Prüfungsorganisation, die die Schulen jedes Jahr vor erhebliche Herausforderungen stellt. Daneben regt der Philologenverband an, die Eigenverantwortung der Oberstufenschüler für ihren Lernerfolg zu stärken.

Ein eklatanter Mangel herrscht allerdings aus Sicht der SPhV an Finanzmitteln für die Anschaffung von Unterrichtsmedien. Daher können die Lehrkräfte in der gymnasialen Oberstufe im Saarland das Unterstützungsangebot kommerzieller Anbieter (z.B. Verlage) nicht ansatzweise ausschöpfen und für den Unterricht nutzbar machen. Trotz der hohen Ambitionen, mit denen die gymnasiale Oberstufe im Saarland eingeführt und zwischenzeitlich mehrfach reformiert wurde, ist die Ausstattung der Schulen speziell mit Unterrichtsmaterialien und -medien auf dem Stand des letzten Jahrhunderts.

Pressemitteilung vom 7. November 2015

„Das ist ein klares Votum zur Fortsetzung unserer sachlichen und konstruktiven Arbeit,“ so Dr. Marcus Hahn, alter und neuer Vorsitzender des Saarländischen Philologenverbandes. Die Delegierten des Philologenverbandes hatten in ihrer gestrigen Sitzung einen neuen Vorstand gewählt. Neben dem Vorsitzenden, Marcus Hahn, gehören dem neuen Vorstand seine beiden Stellvertreter, Christiane Koprek-Riemer und Stefan Nagel, der Schatzmeister, Christian Klinck, Schriftführerin Andrea Thielen-Sträßer und sechs Beisitzer an. „Ich sehe diese Wahl als einen Auftrag an, uns weiterhin für ein starkes Gymnasium und für einen fachlich fundierten Unterricht mit gut ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen einzusetzen, welche auch gute Arbeitsbedingungen vorfinden sollen,“ erklärte Hahn nach seiner Wahl. Er werde zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen dafür arbeiten, die kommenden Herausforderungen an das Gymnasium zu bewältigen.

Pressemitteilung vom 7. November 2015

„Wir stehen weiterhin für eine geordnete und umfassende Integration der Menschen, die zu uns kommen und um Schutz ersuchen,“ so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Eine „Panikmache durch das Schüren bestimmter Ängste“ hingegen sei absolut kontraproduktiv und der saarländische Philologenverband distanziere sich daher,- wie auch schon der deutsche Philologenverband- im Namen aller Kolleginnen und Kollegen von den diesbezüglichen Äußerungen des Vorsitzenden des Philologenverbandes in Sachsen-Anhalt.
In seiner Mitgliederzeitung hatte dieser Verband einen Text, unterzeichnet von Verbandschef Jürgen Mannke und seiner Stellvertreterin Iris Seltmann-Kuke, veröffentlicht, in dem er Aufklärung fordert, damit sich Mädchen nicht „auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen“. Dabei stellt er muslimische Männer grundsätzlich als Risiko dar, weshalb sich die "verantwortungsvollen Pädagogen" des Verbandes nun fragen müssten, wie man Mädchen ab zwölf Jahren vor Sex mit ihnen warnen könne.
Hauptaufgabe der Politik, so Hahn weiter, bleibt, dafür zu sorgen, dass die neu zu uns kommenden Menschen möglichst schnell Deutsch lernen können, dass sie zweitens berufliche Qualifikationen erhalten können, die ihre Integration in die Zivilgesellschaft ermöglichen und dass man drittens überlegt, wie speziell die Kinder etwas zu einem gelungenen Miteinander der Menschen unterschiedlicher Kulturen beitragen können.

 

Pressemitteilung vom 21. Juli 2015

Die Sommerferien sind für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Phase der Erholung – und sollten daher auch so genutzt werden. Darauf weist der Saarländische Philologenverband hin. Wenigstens drei Wochen echte Erholung sollten auch den Jugendlichen im Sommer zur Verfügung stehen. Frühestens zwei Wochen vor dem neuen Schuljahr ist der richtige Zeitpunkt, um langsam wieder mit der Gewöhnung an die Schule zu beginnen. Dazu können beispielsweise kurze Vokabelwiederholungen, Mathematikaufgaben oder auch kleine Schreibübungen dienen.
„Die Sommerferien sollten für Schüler und Eltern eine sorgenfreie Zeit sein, die in erster Linie von Erlebnissen mit Freunden und mit der Familie geprägt ist,“ so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Eine „sorgenvolle Zeit“ hingegen stellen die diesjährigen Schulferien für viele Junglehrerinnen und -lehrer dar. Aufgrund der in manchen Bundesländern dramatisch verschlechterten Einstellungssituation und aufgrund der sinkenden Einstellungszahlen im Saarland stehen in diesem Jahr viele Lehramtsbewerber noch ohne Stelle da. „An saarländischen Gymnasien gibt es schätzungsweise mehr als zehnmal so viele Bewerber wie verfügbare Stellen“, schildert der saarländische Philologenverband die Situation.  „Es ist eine bittere Erfahrung für die jungen Kolleginnen und Kollegen, die nach jahrelangem Studium und Vorbereitungsdienst nun mit leeren Händen dastehen“, so der Philologenverband weiter. Auch für die Schulen ist das ein Problem, stellen doch gerade die im Saarland selbst hervorragend ausgebildeten Junglehrer mit ihren frischen Ideen eine große Bereicherung für die Kollegien dar.