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Pressemitteilung vom 28. Februar 2015

Der Saarländische Philologenverband sieht sich durch die jüngst aufgeflackerte Diskussion über das achtjährige Gymnasium in seiner Position bestätigt. "Gerade die klaren Äußerungen der Schüler, die sich gegen eine Verlängerung der Schulzeit aussprechen, sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass Strukturdebatten die gymnasiale Bildung im Saarland nicht weiterbringen werden", so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Philologenverbandes.
Der Philologenverband fordert stattdessen eine Konzentration der Debatte auf den Aspekt der Qualität der Bildung. "Wir erwarten vom Bildungsministerium, dass es seinen Ankündigungen Taten folgen lässt und als ersten Schritt ein Förderkonzept vorlegt, das dem besonderen Bildungsauftrag des Gymnasiums entspricht", so Marcus Hahn.
Ein solches Förderkonzept muss auf den Begabungen und Interessen der Schüler aufbauen. Die Zielsetzung muss darin bestehen, den Schülern die bestmöglichen Lernangebote und damit die optimale Vorbereitung auf ein späteres Studium zu geben.
"Völlig klar ist, dass ein besseres Förderkonzept nur einen ersten Schritt darstellen kann. Genauso wichtig muss es sein, die Lernbedingungen der Schüler - z.B. was die Ausstattung der Gymnasien angeht - und auch die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte unter die Lupe zu nehmen", resümierte Marcus Hahn den Standpunkt des SPhV. Insbesondere die viel zu hohe Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte stellt nach Auffassung des SPhV ein wesentliches Hindernis für die Qualitätsentwicklung an Gymnasien dar.