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Pressemitteilung vom 22. März 2010

Philologenverband zur Veröffentlichung der Anmeldezahlen für weiterführende Schulen durch das Bildungsministerium

„Nach der Veröffentlichung der Anmeldezahlen für weiterführende Schulen durch das Bildungsministerium (41,2% Gymnasium, 31,7% Erweiterte Realschule, 19,1% Gesamtschule) muss sich die Landesregierung jetzt fragen, ob sie vor dem Hintergrund der äußerst angespannten Finanzsituation des Landes immer noch an einer extrem teuren Schulstrukturänderung festhalten will“, so der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel, „obwohl die Eltern durch ihr Anmeldeverhalten dem Gymnasium ihr Vertrauen ausgesprochen haben.“

„Die Anmeldezahlen sprechen eine eindeutige Sprache“, so Lessel weiter. Das Gymnasium (und zwar jetzt sogar das achtjährige Gymnasium) sei die am stärksten nachgefragte Schulform. Die Anmeldezahlen an den Gymnasien seien noch gestiegen, obwohl die Schülerzahlen wegen des demographischen Wandels insgesamt zurückgegangen seien. Damit sei bewiesen, dass die Eltern vor allem dem Gymnasium zutrauten, ihren Kindern die bestmögliche Bildung zu vermitteln.

„Es ist nicht einzusehen, warum gerade jetzt eine Schulstrukturänderung durch eine Verfassungsänderung durchgepeitscht werden soll, die erhebliche finanzielle Mittel verschlingt, den gerade in Gang gekommenen Evaluationsprozess des achtjährigen Gymnasiums blockiert und wiederum eine unnötige Unruhe in die saarländische Schullandschaft trägt“, so Lessel abschließend. Die Landesregierung habe es in der Hand, den Elternwillen zu respektieren und das Gymnasium sich in Ruhe weiter entwickeln zu lassen.