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Pressemitteilung vom 04. Oktober 2010

Saarländischer Philologenverband fordert Kassensturz für den Bereich der Bildungspolitik

„Die angekündigte Absenkung der Eingangsbesoldung für den höheren Dienst wird für die Lehrerversorgung an den saarländischen Gymnasien äußerst negative Folgen haben“, kommentierte Klaus Lessel, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes, die Pressemeldungen vom 01.10.2010 zu den geplanten Sparmaßnahmen der saarländischen Landesregierung. „Junge, gut ausgebildete Nachwuchslehrkräfte verlassen ja wegen der schlechteren Einstellungsbedingungen jetzt schon unser Land“, so Lessel weiter.

Diese kurzsichtige Sparmaßnahme führe dazu, dass weder aus anderen Bundesländern noch aus dem Saarland  junge Lehrkräfte, auch vor allem mit den dringend benötigten naturwissenschaftlichen Fächerverbindungen, im Saarland um eine Anstellung nachsuchten. Dann würden Lehrer/innen im Saarland nicht mehr für unser Bundesland sondern vor allem für andere Bundesländer ausgebildet.

In Verbindung mit den anderen Sparmaßnahmen, wie Kostendämpfungspauschale in der Beihilfe, Nullrunde und lange Wartezeiten bei Beförderungen, werde der durch Pensionierung ausgelöste Lehrermangel in den kommenden Jahren nicht mehr zu beheben sein.“

„Angesichts der Finanzprobleme, auf denen diese Sparmaßnahmen ja wohl basieren,“ so Lessel abschließend, „fordert der Saarländische Philologenverband von der Landesregierung, zuerst einen Kassensturz vorzunehmen, bevor in der Bildungspolitik neue kostspielige Maßnahmen, wie z.B. der weitere Ausbau von Ganztagsschulen oder die Einführung neuer Schulformen, verkündet werden. Die Regierungskoalition muss nun endlich offenlegen, nicht wie viel Bildung sie finanzieren will, sondern überhaupt noch finanzieren kann.“