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Pressemitteilung vom 28. August 2011

Philologenverband zur beabsichtigten Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsschullehrer

„Wir begrüßen die Absicht des Bildungsministers, die Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsschullehrer wieder zurückzunehmen“, sagte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel, „zeigt sie uns doch, dass jetzt die Einsicht entgegen früherer Aussagen gereift ist, dass die Absenkung der Eingangsbesoldung wohl doch Junglehrer/innen zur Abwanderung in andere Bundesländer treibt.“ Dies treffe aber nicht nur für den Berufsschulzweig zu, so Lessel weiter, sondern auch für den gymnasialen Bereich, und deshalb müsse auf diesen ersten logischen Schritt auch der zweite folgen: die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung auch für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien.
„Wenn den jungen Lehrer(inne)n keine verlässliche Besoldungspolitik geboten wird und die Arbeitsbedingungen im Saarland (u.a. Eingangsbesoldung und Unterrichtsverpflichtung) denen der anderen Bundesländer nicht angeglichen werden“, so Lessel abschließend, „werden auch weiterhin besonders gut und mit hohem Kostenaufwand für das Land ausgebildete Lehrer/innen vor allem in Bedarfsfächern das Land verlassen. Die Auswirkungen zeigen sich ja schon jetzt dadurch, dass man 25 Aushilfslehrkräfte mit erstem Staatsexamen, also noch ohne pädagogische Ausbildung, an Gymnasien beschäftigen muss, um die Unterrichtsversorgung in einzelnen Fächern zu gewährleisten. Eine Besoldung je nach Kassenlage oder wie hier nach Bedarfslage fördert auf keinen Fall das Vertrauen der jungen Lehrer/innen in die Besoldungspolitik des Saarlandes.“