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Pressemitteilung vom 24. Januar 2013

Stellungnahme des Saarländischen Philologenverbandes zur Ganztagsschulverordnung des saarländischen Bildungsministeriums

Scharfe Kritik findet die geplante Ganztagsschulverordnung in den Reihen vieler Lehrkräfte. „Es ist nicht akzeptabel, dass ein Dienst bei der Beaufsichtigung von Ganztagsklassen den Lehrkräften nur zur Hälfte als Arbeitszeit angerechnet wird”, kritisiert Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands, die Pläne des Bildungsministeriums. Dies stelle eine Arbeitszeiterhöhung durch die Hintertür dar.
Im Einsatz von Lehrkräften für Betreuungsaufgaben sieht der Saarländische Philologenverband eine Vergeudung knapper Personalressourcen. „Es ist grotesk: Auf der einen Seite kann im Saarland nicht einmal der planbare Unterrichtsausfall durch Krankheit oder Elternzeit mit voll ausgebildeten Lehrkräften in ganzem Umfang aufgefangen werden, und auf der anderen Seite sollen aufwändig ausgebildete Lehrkräfte einfache Betreuungstätigkeiten übernehmen.”, so Marcus Hahn weiter. „Eine Ganztagsschule auf Kosten der Lehrkräfte oder zu Lasten des regulären Unterrichts darf es nicht geben”.
Des weiteren sieht Hahn auch in diesem Erlass eine Benachteiligung des Gymnasiums, denn zur Finanzierung des zusätzlichen Personalaufwandes werden den Gymnasien nämlich ab Klassenstufe 7 zwei, ab Klassenstufe 9 sogar 4 Lehrerwochenstunden weniger zugewiesen als den Gemeinschaftsschulen.