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Pressemitteilung vom 03. März 2013

Stellungnahme des Saarländischen Philologenverbandes zu den Anmeldezahlen an weiterführenden Schulen

In einer ersten Stellungnahme zu den Anmeldezahlen an die weiterführenden Schulen hebt Bildungsminister Ulrich Commerçon hervor, die Gemeinschaftsschule sei von den Eltern gut angenommen worden.
Marcus Hahn, Vorsitzender des Saarländischen Philologenverbandes (SPhV) meint jedoch: „Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. So sind die Anmeldezahlen an die Gemeinschaftsschulen gegenüber dem Vorjahr um 7,5% gesunken, die an die Gymnasien um 1,8% gestiegen.“
Von einer „guten Annahme“ der neuen Schulform könne auch deshalb keine Rede sein, weil diese die einzige noch verbliebene Pflichtschule ist. Das Ministerium präsentiert der Öffentlichkeit das Bild von zwei Säulen des Schulsystems, die beide zum Abitur führen. Dazu passt auch die Ankündigung, an jeder Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe mit sämtlichen Funktionsstellen einrichten zu wollen.
Die Anmeldezahlen haben aber eindrucksvoll gezeigt, dass die Eltern dem bewährten pädagogischen Konzept des Gymnasiums, das auf dem Wege einer vertieften Allgemeinbildung zur Studierfähigkeit führt, den Vorzug geben. Anstatt mit der Schaffung eines neuen Angebots, das nicht nachgefragt wird, Steuergelder zu verschwenden, muss daher für Fairness zwischen den beiden Säulen gesorgt werden. Dazu zählt unter anderem, dass die Gymnasien die bei ihnen tatsächlich dringend benötigten Funktionsstellen auch wirklich erhalten.
„Das Votum der Anmeldezahlen muss Folgen haben!“ fordert Marcus Hahn. „Es muss ein Ende damit haben, dass Funktionsstellen an Gymnasien so lange unbesetzt bleiben; die Gymnasien im Saarland dürfen bei den jungen Kolleginnen und Kollegen nicht weiter an Attraktivität gegenüber den Gymnasien in anderen Bundesländern verlieren.“