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Pressemitteilung vom 10. April 2014

Das Gutachten des Aktionsrats Bildung zur Belastung im Lehrerberuf hat nach Auffassung des Saarländischen Philologenverbands allen Zögerern und Zauderern die Folgen ihres Tuns klar vor Augen geführt: Das Saarland gefährdet die Gesundheit seiner Lehrkräfte, wenn die Landesregierung es nicht endlich schafft, ein institutionalisiertes System der Gesundheitsprävention für den Lehrerbereich aufzubauen und die viel zu hohe Stundenbelastung für die Lehrkräfte zu senken.
Modelle für Präventionssysteme im Lehrerbereich gibt es in anderen Bundesländern, so z.B. in Niedersachsen oder in Nordrhein-Westfalen, genug. Auch in Rheinland-Pfalz hat die dortige Landesregierung die Zeichen der Zeit erkannt und baut ein institutionalisiertes System der Lehrergesundheit auf.
Im Saarland sind solche Maßnahmen um so dringender, weil die Pflichtstundenbelastung der Lehrkräfte sehr viel höher ist als in anderen Bundesländern, und weil es im Saarland nach der Pensionierungswelle der letzten Jahre besonders viele junge Lehrkräfte gibt.
"Die Landesregierung hat den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst die Einführung eines Gesundheitsmanagements schon im letzten Jahr versprochen. Wenn das Bildungsministerium im Lehrerbereich nicht endlich aktiv wird, droht die Gefahr, dass mittelfristig eine ganze Generation von jungen Lehrkräften durch die ständig steigende Belastung in ihrem Beruf verbrannt wird", so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Weiter sagt er: "Der Generationswechsel in den Lehrerkollegien gibt der Landesregierung die Chance, Präventions- und Entlastungsmaßnahmen vorzunehmen, die auf Dauer nicht nur den Beschäftigten helfen, sondern aufgrund der sinkenden Kosten für Beihilfen bei Krankheit und für Frühpensionierungen auch einen spürbaren Beitrag zur Entlastung der Öffentlichen Kassen leisten.“