Der Saarländische Philologenverband sorgt dafür, dass Sie auf dem Laufenden bleiben.
Informieren Sie sich über aktuelle Themen in der saarländischen Bildungslandschaft und über die Positionen unseres Verbandes.

Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie uns unter geschaeftsstelle@phv-saar.de !

Pressemitteilung vom 05.01.2018
Ausgang Volksbegehren G9 Der Saarländische Philologenverband (SPhV) sieht den Ausgang des Volksbegehrens zum Thema G 9 in erster Linie als weiteren Beleg für die hervorragende Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an saarländischen Gymnasien, die im achtjährigen Bildungsgang ein qualitativ überzeugendes Bildungsangebot entwickelt haben. „Unabhängig davon, welche Meinung man selbst zu diesem Thema hat, muss man anerkennen, dass die überwältigende Mehrheit der Saarländer offenbar die Frage nach der Schulzeitverlängerung an Gymnasien nicht als das wichtigste Problem der Bildungspolitik ansieht. Das ist – speziell vor dem Hintergrund der Diskussion über die Brandbriefe aus saarländischen Gemeinschaftsschulen, die kurz vor den Weihnachtsferien entbrannt war – ein zumindest nachvollziehbarer Gedanke.“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV in einer ersten Reaktion. Gerade aus der Brandbrief-Debatte kann die Bildungspolitik im Saarland nach Auffassung des SPhV viel lernen. Aus Sicht des SPhV ist es notwendig, dass die Politik die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Schulformen ernst nimmt und diesen mit solider und an der Realität orientierter Führung begegnet. „Eine erste Chance für solide und sachverständige Führung bietet sich in allernächster Zeit bei der Reform der Oberstufe; hier muss die Politik zeigen, dass sie den unterschiedlichen Erwartungen und Aufgaben der Schulformen gerecht wird und speziell für die Gymnasien alles in ihrer Macht Stehende tut, damit diese ihren Bildungsauftrag, nämlich die Schüler zur Studierfähigkeit zu führen, optimal wahrnehmen können.“ An ein schlagartiges Ende der Diskussion über G 9 glaubt der SPhV nicht. Es wird sich aber vermutlich außer beschwichtigenden Worten der Politik, welche die von dem Ergebnis Enttäuschten auffangen sollen, in der Praxis wenig tun. „In welcher Intensität die Diskussion wieder aufflammt, wird maßgeblich davon abhängen, bis zu welchem Grad die Bildungspolitik das Vertrauen der Bürger gewinnen kann, dass ihren Kindern funktionierende und auf die Erfordernisse, Möglichkeiten und Zukunftshoffnungen der Schüler abgestimmte Bildungsangebote gemacht werden.“
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen