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Pressemitteilung vom 18.01.2018
Am 19. Februar startet die bundesweite Arbeitszeituntersuchung des Philologenverbands im Saarland. Über 2000 Lehrerinnen und Lehrer an saarländischen Gymnasien sind aufgerufen, ihre tägliche Arbeitszeit über einen Zeitraum von vier Wochen online zu dokumentieren. Die Arbeitszeituntersuchung des Deutschen Philologenverbands ist die größte branchenspezifische Arbeitszeituntersuchung, die es in Deutschland je gegeben hat. Sie wird vom Institut für Präventivmedizin der Universität Rostock wissenschaftlich begleitet und von der DAK unterstützt.
„Mit dieser Studie erhalten wir erstmals für das Saarland verlässliche Zahlen über die tatsächliche Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien,“ erläutert Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands (SPhV) die Studie. Durch das differenzierte Raster werden vor allem die in der Vergangenheit sprunghaft angestiegenen Belastungen durch außerunterrichtliche und bürokratische Aufgaben erstmals präzise erfasst.
Nach Einschätzung des SPhV wird die Studie der Diskussion über die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien einen neuen Anstoß geben. „Die unheilige Praxis, in Sonntagsreden von der Bedeutung der Arbeit von Lehrkräften zu sprechen, in der Praxis aber ständig neue Aufgaben auf den Schultern genau dieser Lehrkräfte abzuladen, muss ein Ende haben,“ fasst Marcus Hahn zusammen.
Pressemitteilung vom 05.01.2018
Ausgang Volksbegehren G9 Der Saarländische Philologenverband (SPhV) sieht den Ausgang des Volksbegehrens zum Thema G 9 in erster Linie als weiteren Beleg für die hervorragende Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an saarländischen Gymnasien, die im achtjährigen Bildungsgang ein qualitativ überzeugendes Bildungsangebot entwickelt haben. „Unabhängig davon, welche Meinung man selbst zu diesem Thema hat, muss man anerkennen, dass die überwältigende Mehrheit der Saarländer offenbar die Frage nach der Schulzeitverlängerung an Gymnasien nicht als das wichtigste Problem der Bildungspolitik ansieht. Das ist – speziell vor dem Hintergrund der Diskussion über die Brandbriefe aus saarländischen Gemeinschaftsschulen, die kurz vor den Weihnachtsferien entbrannt war – ein zumindest nachvollziehbarer Gedanke.“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV in einer ersten Reaktion. Gerade aus der Brandbrief-Debatte kann die Bildungspolitik im Saarland nach Auffassung des SPhV viel lernen. Aus Sicht des SPhV ist es notwendig, dass die Politik die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Schulformen ernst nimmt und diesen mit solider und an der Realität orientierter Führung begegnet. „Eine erste Chance für solide und sachverständige Führung bietet sich in allernächster Zeit bei der Reform der Oberstufe; hier muss die Politik zeigen, dass sie den unterschiedlichen Erwartungen und Aufgaben der Schulformen gerecht wird und speziell für die Gymnasien alles in ihrer Macht Stehende tut, damit diese ihren Bildungsauftrag, nämlich die Schüler zur Studierfähigkeit zu führen, optimal wahrnehmen können.“ An ein schlagartiges Ende der Diskussion über G 9 glaubt der SPhV nicht. Es wird sich aber vermutlich außer beschwichtigenden Worten der Politik, welche die von dem Ergebnis Enttäuschten auffangen sollen, in der Praxis wenig tun. „In welcher Intensität die Diskussion wieder aufflammt, wird maßgeblich davon abhängen, bis zu welchem Grad die Bildungspolitik das Vertrauen der Bürger gewinnen kann, dass ihren Kindern funktionierende und auf die Erfordernisse, Möglichkeiten und Zukunftshoffnungen der Schüler abgestimmte Bildungsangebote gemacht werden.“
Pressemitteilung vom 11.06.2017
Im Artikel der Saarbrücker Zeitung vom Samstag, 10. Juni, wird eine Pressemeldung der GEW zitiert, nach der Gymnasiasten Hauptschulabschluss ‚nachgeworfen‘ werde, egal mit welchen Noten.
„Die gewählte Formulierung ist mit Blick auf die betroffenen Schülerinnen und Schüler ausgesprochen unglücklich und vor allem sachlich falsch“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes (SPhV).
Der SPhV stellt klar, dass an den Gymnasien ein Hauptschaulabschluss nur auf besonderen Antrag auf einem Abgangszeugnis bestätigt werde. Bei diesem Zeugnis werden die Noten der Schüler – im Unterschied zum Jahreszeugnis der Klassenstufe 9 – vom gymnasialen Anforderungsniveau auf das der Hauptschule umgerechnet. Zudem enthält das Abgangszeugnis neben der Bestätigung des Hauptschulabschlusses auch die Bemer- kung, dass die Noten nicht dem gymnasialen Niveau entsprechen.
„Das Bildungsziel des Gymnasiums ist die Allgemeine Hochschulreife. Auf dieses Bil- dungsziel hin ist der Bildungsgang der grundständigen Gymnasien von Klassenstufe 5 ab ausgerichtet.“ so Hahn weiter. „Alle weiteren Abschlüsse werden nur auf Antrag bestätigt.“
Pressemitteilung vom 29.05.2017

„Jedes Jahr dasselbe: Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen kocht im Saarland auch die leidige Diskussion über Hitzefrei hoch. Diese Diskussion müsste schon längst überflüssig sein“, bemängelt Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands (SPhV). Aus Sicht des SPhV ist es nicht hinnehmbar, dass noch zehn Jahre nach der faktischen Abschaffung der Hitzefrei-Regelung im Jahr 2006 an vielen Schulen – darunter auch Gymnasien – keine ausreichenden Vorkehrungen gegen die sommerliche Hitzeeinwirkung getroffen worden sind. Lehrkräfte berichten davon, dass an manchen Standorten in bestimmten Klassenräumen Temperaturen von mehr als 30 Grad erreicht werden. Die Folgen davon sind jedes Jahr dieselben: völlig ermattete Schüler, ausfallende Technik, abstürzende Computer, sinkende Lernleistungen und gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer.

Kein gutes Haar lässt der SPhV an den notdürftigen Versuchen, die baulichen Mängel an den Schulen durch unterrichtsorganisatorische Maßnahmen zu verbergen: „Lernen nach Sonnenstand“, also z.B. Unterricht in schattige Räume zu verlegen oder im Freien durch andere Tätigkeiten zu ersetzen, ist eines Schulwesens in einem hochentwickelten Industriestaat schlichtweg unwürdig. Stattdessen muss der Hitzeschutz endlich durch bauliche Maßnahmen sichergestellt werden. Bereits die Beschattung der Räume, vor allem aber eine Belüftung, die trotz brandschutz- und sicherheitstechnischer Vorgaben eine ausreichende Kühlung der Klassenräume erlaubt, können helfen. Als Minimalziel fordert der SPhV, dass die Arbeitsbedingungen in Klassenräumen zumindest den Vorschriften des Arbeitsschutzes entsprechen, denn was die Politik von privaten Arbeitgebern für deren erwachsene Mitarbeiter einfordert, darf sie selbst ihren minderjährigen Schülern nicht vorenthalten.

„Bildungsministerium und Schulträger müssen das Problem der Überhitzung von Klassenräumen endlich in den Griff bekommen. Wir im SPhV fordern gut abgestimmte und wirksame Investitionen, damit unsere Schüler auch im Sommer nicht garen, sondern reifen“, so Marcus Hahn.

Pressemitteilung vom 17.05.2017

„Wir gratulieren Bildungsminister Ulrich Commerçon zur erneuten Ernennung“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands (SPhV) „und wünschen uns für die Zukunft eine zielgerichtete und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Lehrkräfte und der Gymnasien.“

Für den SPhV stellt der zwischen CDU und SPD ausgehandelte Koalitionsvertrag eine „brauchbare Grundlage“ für eine vernünftige Bildungspolitik dar. Neben einigen dringend notwendigen Korrekturen von Fehlern der Vergangenheit – wie z.B. beim Leistungsbewertungserlass – fällt der weitgehende Verzicht auf bildungspolitisches Pathos beim Koalitionsvertrag 2017 positiv auf.

„Speziell das Bekenntnis zur schulformspezifischen Lehrerbildung und zur erstrangigen Bedeutung des Fachunterrichts zeugen von einem erfolgreichen Lernprozess der Bildungspolitik“, so Marcus Hahn weiter. Auch das Versprechen, die Lehrer durch Assistenzkräfte von Routine- und Verwaltungsaufgaben entlasten zu wollen – eine langjährige Forderung des SPhV – sieht der Verband positiv.

Ein gravierendes Manko stellt dagegen das Fehlen aus Sicht des SPhV die halsstarrige Verweigerung der längst überfälligen Absenkung der Pflichtstundenzahl der Lehrer dar. „Wir werden es nicht akzeptieren, dass die Koalition sich bei diesem Thema „durchwurschtelt“; beim Thema Arbeitsbedingungen ist der neue und alte Minister in seiner Rolle als Dienstherr gefordert. Die Lehrerinnen und Lehrer im Land erwarten zu Recht, dass er dieser Rolle gerecht wird“.