Der Saarländische Philologenverband sorgt dafür, dass Sie auf dem Laufenden bleiben.
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Pressemitteilung vom 24.11.2018
Der Saarländische Philologenverband (SPhV) hat dem Bildungsminister sowie den Landtagsfraktionen ein Konzept zur Umsetzung von Informatik und Mehrsprachigkeit ab Klassenstufe 5 an Gymnasien vorgelegt. „Globalisierung und Digitalisierung prägen heute jedes Hochschulstudium. Darauf müssen die Gymnasien, die mehr als Dreiviertel der Studienanfänger in Deutschland stellen, ihre Schülerinnen und Schüler vorbereiten. Es ist höchste Zeit, diese Herausforderungen stärker als bisher im fachlichen Profil der Gymnasien abzubilden“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV.
Nach Vorstellungen des Verbandes sollen Schüler an Gymnasien ab Klassenstufe 5 Lernangebote in Informatik und in Mehrsprachigkeit als reguläre Unterrichtsfächer erhalten. Die Lernangebote sollen in Ergänzung zu Querschnittsaufgaben wie Werteerziehung oder Medienbildung angelegt werden. In beiden Fächern sollen die Schüler fachspezifische Inhalte, Begrifflichkeiten und Zusammenhänge aus den Bezugswissenschaften erarbeiten, festigen und erweitern.
„Das Ziel des Gymnasiums muss darin bestehen, den Schülern von Beginn ab eine angemessene Vorstellung von den Fragestellungen, den Themen und den Arbeits- weisen in der Wissenschafts- und späteren Berufswelt zu vermitteln. Dazu gehört natürlich auch die Beschäftigung mit grundlegenden informatischen Kompetenzen, wie z. B. der Programmierung des Einplatinencomputers Calliope.“, so Marcus Hahn weiter.
Bei der Umsetzung des Konzepts sieht der SPhV große, aber durchaus bewältigbare Herausforderungen. Schwierigkeiten bereiten beispielsweise die Personalisierung der Lernangebote durch entsprechend ausgebildete Lehrkräfte oder auch die konkrete Ausgestaltung der Lehrpläne. Diese Schwierigkeiten sieht der SPhV als Anregung, so bald wie möglich mit der Umsetzung des Konzepts zu beginnen, denn von selbst lösen sich diese Probleme mit Sicherheit nicht.
Pressemitteilung vom 28.11.2018
Der Saarländische Philologenverband sieht die Fraktionen von CDU und SPD bei der kommenden Haushaltsklausur in der Verantwortung, eine konkrete und unmittelbar spürbare Entlastung für die Lehrkräfte zu ermöglichen. Der SPhV weist darauf hin, dass unter dem Oberbegriff „multiprofessionelle Teams“ insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Regierungskoalition muss nach Meinung des Verbands jetzt dafür sorgen, dass das Geld nicht in realitätsferner Konzeptentwicklung und Modellprojekten versickert, sondern für eine konkrete Entlastung der Lehrkräfte eingesetzt wird. Für den SPhV ist es selbstverständlich, dass die verschiedenen Schulformen sehr unterschiedlichen Bedarf an Unterstützung haben. An den Gymnasien fehle es vor allem an Unterrichts- und Schulassistenten sowie an technischen Assistenten. „Wir im SPhV haben schon vor zwei Jahren unser Konzept für Unterrichts- und Schulassistenten vorgelegt und dafür viel Unterstützung, auch aus den Regierungsparteien, erhalten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit der schrittweisen Umsetzung dieses Konzepts zu beginnen, damit organisatorische Aufgaben und Verwaltungstätigkeiten an Gymnasien endlich effizient von Fachleuten und nicht länger von Lehrkräften nebenbei erledigt werden“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV. Zweifellos genügen aus Sicht des SPhV die zur Verfügung stehenden Mittel noch längst nicht, um wirklich alle Schulen mit den notwendigen Unterstützungskräften auszustatten. Um so wichtiger ist es für den Verband, konkrete und unmittelbar spürbare Entlastungen für die Lehrkräfte zu schaffen. Auf dieses Ziel hatten sich CDU und SPD schon im Koalitionsvertrag festgelegt, wo es heißt, dass „neue Strukturen bei der Bearbeitung von Verwaltungstätigkeiten, IT und EDV“, die Lehrkräfte unterstützen sollen. „Die Lage ist an vielen Schulstandorten mittlerweile so angespannt, dass ein konkretes Zeichen gesetzt werden muss“, so Marcus Hahn weiter.
Pressemitteilung vom 16.10.2018
Aus Anlass des Innovationskongresses der CDU-Landtagsfraktion am 16. Oktober fordert der Saarländischen Philologenverband (SPhV) ein entschlosseneres Handeln der Schulpolitik im Bereich der Digitalisierung. „Selbstverständlich muss auch weiterhin jede Lehrerin und jeder Lehrer entscheiden, wie ein sachgerechter und verantwortungsvoller Umgang mit elektronischen Medien in der Schule konkret aussieht. Gerade deshalb steht die Schulpolitik in der Verantwortung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Chancen und Möglichkeiten, welche die Digitalisierung bringt, an den Schulen auch wirklich genutzt werden können“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV. Nach Ansicht des SPhV darf die Schulpolitik nicht bei der Internet-Anbindung der Schulen stehenbleiben. „Bildung im Kontext der Digitalisierung ist online, Bildung im Saarland dagegen viel zu oft offline. Selbstverständlich brauchen alle Schülerinnen und Schüler für ihren Bildungsgang und ihre Altersstufe geeignete Endgeräte, genauso wie sie heute schon über geeignete Schulbücher verfügen. Und genauso selbstverständlich braucht jede Lehrerin und jeder Lehrer ein Dienstgerät, mit dem sie oder er die schulischen Aufgaben erfüllen kann“, so Marcus Hahn weiter. Aus Sicht des SPhV setzt sich das Trauerspiel bei der Umsetzung des Digitalpaktes auf Bundesebene im Land bei der Beschaffung und Wartung der notwendigen Endgeräte fort. „Bei der Beschaffung von digitalen Endgeräten für Schüler und Lehrer verzettelt sich die Schulpolitik im Klein-Klein, versteckt sich hinter Zuständigkeitsfragen und hinter der „Autonomie der Schulen“, die in diesem Bereich in Wirklichkeit gar keine ist“, so Marcus Hahn. Deshalb fordert der SPhV eine landesweite Beschaffungs- und Wartungsplattform für digitale Endgeräte, auf der Lehrende und Lernende aus zertifizierten und standardisierten Produkten die für ihre Aufgaben sinnvollen Geräte und Programme auswählen können. Die Frage der Ausstattung aller Beteiligten mit digitalen Endgeräten ist aus Sicht des SPhV auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Es ist schlichtweg nicht länger hinnehmbar, dass die Chancen der Schülerinnen und Schüler auf Teilhabe an Bildung im Kontext der Digitalisierung sich nach der Findigkeit und nach der Finanzkraft ihrer Eltern bemessen. Eine Schulpolitik, welche die Frage nach der Ausstattung der Schüler/innen und Lehrer/innen mit digitalen Endgeräten ignoriert, wird mittelfristig ein analoges Proletariat schaffen“, resümierte Marcus Hahn die Position seines Verbandes.
Pressemitteilung vom 15.06.2018
Die Kultusministerkonferenz hat in ihrem heutigen Beschluss in Erfurt dem Vorschlag des Deutschen Philologenverbandes entsprochen: Die Abiturbestenquote bei der Studienplatzvergabe im Fach Humanmedizin bleibt erhalten und wird auf mindestens 20% heraufgesetzt. "Diese Entscheidung sorgt für Fairness und Gerechtigkeit bei der Studienplatzvergabe, sichert der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes auch in Zukunft den Zugang zu hochqualifizierten Studienanfängern und stärkt damit den Bil-dungs- und Wissenschaftsstandort Saarland", so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands. Über das Verfahren zur Vergabe der restlichen Studienplätze wollen die Kultusminister im Laufe des Jahres entscheiden. Klar ist nur, dass die Wartezeitquote entfällt. Der Deutsche Philologenverband schlägt folgende Gewichtung für die nach der Abiturbestenquote verbleibenden Studienplätze vor: 40% Abiturdurchschnittsnote, 40% standardisierter Test, 20% medizinische Vorerfahrungen. "Dieser Vorschlag des DPhV ist gut durchdacht und reduziert den Aufwand für Auswahlverfahren, die gerade für kleinere Hochschulstandorte sehr teuer sind", so Marcus Hahn. Zum Hintergrund: Das Bundesverfassungsgericht hatte im Dezember letzten Jahres die Regelungen zur Studienplatzvergabe im Fach Humanmedizin angegriffen und eine Neuordnung verlangt. Diese Neuordnung nehmen die Kultusminister nun vor: Mit der Abiturbestenquote von mindestens 20% wurden und werden im Prozentrangverfahren der Länder treffsicher die besten Abiturientinnen und Abiturienten, die Medizin studieren wollen, aus jedem Bundesland ausgewählt und zugelassen.
Pressemitteilung vom 30.05.2018
Der SPhV steht der Forderung von Professor Backes und des Bildungspolitischen Sprechers der CDU, Frank Wagner, nach der Einführung eines Schulfaches Compu-ting bereits in der Primarstufe aufgeschlossen gegenüber. „Dieser Vorschlag weist in die richtige Richtung, ist aber halbherzig“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands. Digitalisierung und Globalisierung prägen die Wissenschaftswelt heute schon. Das Ziel der Studierfähigkeit prägt den Unterricht an Gymnasien bereits ab Klassenstufe 5. Deshalb ist es höchste Zeit, Informatik und Mehrsprachigkeit konsequent an den Gymnasien umzusetzen. Hierfür sollte Informatik als grundständiges Fach ab Klassenstufe 5 eingeführt wer-den. Gleichzeitig sollte Raum dafür geschaffen werden, dass zusätzlich zum norma-len Fremdsprachenunterricht der Aspekt der Mehrsprachigkeit stärker berücksichtigt werden kann. Ein solches Konzept der Mehrsprachigkeit, das auf die Vernetzung der einzelnen Fremdsprachen abheben muss, integriert auch die alten Sprachen sowie bilinguale Angebote. „Es darf keinesfalls darum gehen, Kinder noch mehr an elektronische Medien zu bin-den. Vielmehr muss Informatik ab der Klassenstufe 5 unseren Schülern algorithmi-sches Denken näherbringen. Und ebenso kann ein echtes Mehrsprachigkeitskonzept interkulturelle Kompetenzen stärken. Diese Chancen sollten wir unseren Schülern nicht länger vorenthalten“, so Marcus Hahn weiter.
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