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Kommentar Gymnasium Saar 03/2014, Dr. Marcus Hahn, Vorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sommerzeit ist Erntezeit. In diesen Wochen fahren wir in den Gymnasien die Früchte unserer Arbeit des Schuljahres ein – erfolgreiche Abiturienten, gute Klassenarbeiten und Zeugnisse, zufriedene Schüler und Eltern. Und auch wenn unsere Saat vielleicht nicht überall besonders reiche Früchte trägt, können wir doch von uns sagen, dass wir unseren Acker im letzten Jahr wieder gut bestellt haben.

In der Bildungspolitik fällt die Ernte dieses Jahr bedauerlicherweise weniger gut aus. Da wurden Pflanzen gesät, deren Früchte keiner haben will; an anderen Stellen wurde geerntet, obwohl die Früchte noch nicht reif sind; manche Flächen wurden bearbeitet, obwohl von vornherein klar war, dass sie viel zu groß sind, als dass man sie würde gründlich genug pflegen können.

Das ist umso schlimmer, als der Dünger, nämlich das Geld, immer knapper wird. Mancher redet sich (und anderen) noch ein, dass das kein Problem sei, weil ja das Saatgut, nämlich die Schüler, immer weniger würden. Das ist Milchmädchenrechnung, über die es im Laufe des Sommers ernste Gespräche zwischen den Arbeitsgruppen Aufgabenkritik und Sparpotenzial und den Gutsbesitzern geben muss.

Wir im Philologenverband stellen uns den Aufgaben, die auf uns zukommen. Deshalb organisieren wir am Dienstag, dem 14. Oktober dieses Jahres, in Saarbrücken einen Gymnasialtag unter dem Motto „Das Gymnasium im Saarland – Erfolge und Herausforderungen“. Wir wollen in dieser Veranstaltung herausarbeiten, worin die Stärken unserer Arbeit liegen und wir wollen uns über Konzepte unterhalten, wie wir unsere Arbeit in einer sich wandelnden Bildungslandschaft noch besser machen können. Im Zentrum steht dabei unser wichtigstes Gut, nämlich unsere Schüler mit ihren vielfältigen Begabungen. Wie können wir diese Begabungen optimal fördern, was müssen wir von uns selbst verlangen, welche Rahmenbedingungen haben wir von Dritten einzufordern? – das sind die wesentlichen Fragen, die wir im kollegialen Austausch mit fachkundigen Referenten bearbeiten wollen.

Ich kann Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, nur empfehlen: Nutzen Sie die Chance und melden Sie sich zu dieser (übrigens anerkannten) Fortbildungsveranstaltung an! Ich bin mir sicher, dass wir damit einiges dazu beitragen, dass unsere Ernten in den kommenden Jahren gut ausfallen.  

Ihr
Dr. Marcus Hahn
Vorsitzender