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Kommentar Gymnasium Saar 05/2013, Dr. Marcus Hahn, Vorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das liebe Geld macht uns Kummer: Es ist einfach nicht richtig, wenn ohne weitere Begründung 91 A 14-Stellen an Gymnasien aus dem Landeshaushalt gestrichen werden – und das sagen wir auch. Wir haben dafür gekämpft, dass vor allen Personalmaßnahmen erst einmal mit den Hauptpersonalräten über die Aufgaben gesprochen werden muss, denn es kann nicht sein, dass auf der einen Seite immer mehr Aufgaben definiert werden, auf der anderen Seite aber die Personalausstattung geschwächt wird. Zumindest diesbezüglich konnten wir einen Erfolg verzeichnen, denn nach langem, zähem Ringen hat der Minister sich nun durchgerungen, die im Sommer versprochenen Arbeitsgruppen „Aufgabenkritik“ auch im Lehrerbereich einzuberufen. „Papier ist geduldig“, sagt der Volksmund, und auch wir sagen: Wichtiger als Stellen auf dem Papier ist die tatsächliche Besetzung. Deshalb steht für uns die Forderung nach der unverzüglichen Besetzung der vorhandenen freien Funktionsstellen an erster Stelle. Noch viel wichtiger ist selbstverständlich die Entlastung der Lehrkräfte, insbesondere was die Pflichtstundenzahl angeht. In dieser Hinsicht bewegt sich im Ministerium entgegen allen anderslautenden Versprechungen von „Qualitätsverbesserungen“ leider fast gar nichts.
Ganz im Gegenteil: In einer Rede vor dem Städte- und Gemeindetag (!) hat der Bildungsminister unlängst seine Schwerpunkte betreffend Qualitätsverbesserung formuliert, und dabei viel gesagt über Inklusion, über Ganztagsschulen und manche anderen Punkte – nur eben nichts über die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte. Ganz offensichtlich müssen wir noch viel mehr als jetzt deutlich machen, dass man als Bildungsminister eine große Verantwortung trägt für die vielen Lehrerinnen und Lehrer, die an ihren Schulen sehr gute Arbeit leisten.
Wenn schon nicht beim Bildungsminister – in der Wissenschaft findet unsere gute Arbeit seit geraumer Zeit viel Anerkennung. Unsere Veranstaltung zur Hattie-Studie, erstmals in den Räumen der neuen Geschäftsstelle organisiert, fand nicht nur viel Anklang bei den Kollegen, sondern führte auch sehr deutlich vor Augen, wie viele wirksame Ansätze zur Förderung unserer Schüler an Gymnasien heute schon realisiert werden. Ein Bericht dazu folgt in der nächsten Ausgabe von Gymnasium Saar. Dass gute Arbeit sich langfristig lohnt, haben wir auch in Berlin erfahren, wo unser langjähriger Vorsitzender Horst-Günther Klitzing in seinem Amt als einziger Stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbands wiedergewählt wurde. Auch das ist ein gutes Signal für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit unseres Verbandes im neuen Jahr. Ihnen und uns, liebe Kolleginnen und Kollegen, wünsche ich an dieser Stelle nun aber erst einmal eine ruhige und besinnliche Weihnachtspause, damit wir mit frischer Kraft und Zuversicht in ein hoffentlich gutes Jahr 2014 gehen können..

Ihr
Dr. Marcus Hahn
Vorsitzender