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Kommentar Gymnasium Saar 03/2013, Dr. Marcus Hahn, Vorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Auf den Lehrer kommt es an“ – die Überschrift der Berichterstattung über die Hattie-Studie haben wir doch alle gerne gelesen. Und eben dieses sagen wir im Philologenverband ja schon lange! Es ist unsere fachliche und pädagogische Arbeit, unser täglicher Einsatz für unsere Schüler und unsere Schulen, unser Durchhaltevermögen angesichts der vielen Widrigkeiten des Schulalltags und der Bürokratie und nicht zuletzt unsere ansteckende Begeisterung für das Wissen und Können, das die Grundlage für den Erfolg des Gymnasiums im Saarland legt. Eindrucksvoll hat das Vertrauen der Eltern diesen Erfolg bestätigt, hart erkämpfen wir diesen Erfolg speziell in diesen Wochen, die mit Abiturprüfungen, Klassenarbeiten, Konferenzen, Wandertagen und vielem anderen vollgestopft sind.
Man kann die Bedeutung dieser Arbeit kaum überschätzen – und trotzdem sagen wir: Es kommt eben nicht nur auf den Lehrer an. Beispielsweise kommt es auch auf die Ausbildung der Lehrkräfte an. In dieser Ausgabe von Gymnasium Saar erfahren Sie einiges über die Versuche, genau an diesem Punkt die Axt an unserer Schulform anzulegen und mit einer „Vereinheitlichung”, die doch nichts anderes bedeutet als Niveausenkung, die ewiggestrigen Träume der Einheitsschule doch irgendwie durchzusetzen.
Genauso kommt es auch auf die Arbeitsbedingungen an – und dazu zählt eben auch die Besoldungsfrage. Wir im Philologenverband haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass die gute Arbeit der Lehrkräfte auch ordentlich bezahlt werden muss. Und nein, wir werden nicht alles, aber viel und vor allem Wirksames dafür tun, dass die Abkoppelung der Lehrkräfte an Gymnasien von der allgemeinen Gehaltsentwicklung ein Ende hat.
Und schließlich sei noch ergänzt, dass es nicht nur auf den Lehrer und seine Arbeit im Unterricht ankommt, sondern auch darauf, dass die Lehrkräfte an Gymnasien wirkungsvoll ihre Mitbestimmungsrechte wahrnehmen. Die These sei gewagt, dass vieles einfacher, besser und schneller funktionieren würde, wenn die Politik nur endlich ihre Wahlversprechen umsetzen und die Mitbestimmung der Personalräte stärken würde. In diesem Bereich kann ein Erfolg vermeldet werden: Das große Vertrauen, das die Kolleginnen und Kollegen den Kandidaten des SPhV bei den Personalratswahlen entgegengebracht haben, hat unsere Position eindeutig gestärkt. Unsere vielen kompetenten Personalräte in den Schulen und auch unser um einen zusätzlichen Sitz verstärktes Team im Hauptpersonalrat können unsere Interessen nach den Wahlen noch wirkungsvoller vertreten.
Mit diesem Erfolg im Rücken können wir dem Ende des Schuljahrs und den Aufgaben der nächsten Wochen gestärkt entgegensehen. Daher wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim „Endspurt” und einen guten Start in die wohlverdienten Ferien.

Ihr
Dr. Marcus Hahn
Vorsitzender