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Kommentar Gymnasium Saar 04/2016, Dr. Marcus Hahn, Vorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Wirklichkeit hat uns wieder. Sagen wir es einfach positiv: Wir dürfen mit neuem Schwung und (hoffentlich) gut erholt uns unserem Lieblingsberuf widmen. Die Erholung hatten wir auch nötig, denn das kommende Schuljahr wird anstrengend, unter anderem deshalb, weil es ein „kurzes“ Jahr wird.
Immerhin werden wir dieses Jahr am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien noch die übliche Weihnachtsfeier durchführen können. Ob das im nächsten Jahr auch noch gehen wird, steht in den Sternen, denn mit der neuen Ferienordnung soll – so zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe von Gymnasium Saar der Plan des MBK – die Drei-Stunden-Regelung vor den Ferien gekippt werden. Das ist vor Weihnachten unschön, zumal das Ministerium wie praktisch alle anderen Behörden und wie auch viele Unternehmen selbstverständlich seine Weihnachtsfeier durchführt.
In der Praxis sieht das wohl so aus, dass in Saarbrücken schon längst die Korken knallen, während Schüler und Lehrer noch bis in den Nachmittag Unterricht machen. Ansonsten hat die Ferienordnung allerdings auch einige positive Seiten, so z.B. die Pfingstferien, auch wenn diese Woche den meisten Kollegen wohl aufgrund der Abi-Korrektur nicht viel Erholung bringen wird.
Davon abgesehen werden die Baustellen nicht mehr, sondern weniger. Die Novelle des Klassenarbeitenerlasses, die vor den Ferien für einige Aufregung gesorgt hat, wird uns alle beschäftigen. Hoffen wir einmal, dass der Minister Wort hält und tatsächlich noch Korrekturen durchführt, die den Erlass gymnasial-tauglich machen. Sicher sein können wir uns da nicht, zumal jetzt schon die üblichen Sedative ausgepackt werden, so nach dem Motto: „Eigentlich ändert sich doch nicht viel, im Wesentlichen könnt Ihr weitermachen wie bisher“. Das ist selbstverständlich Quatsch, wie man schon an den jetzt hektisch anlaufenden Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen für diejenigen Schulformen sieht, in denen der Erlass bereits in Kraft tritt. Als hätten wir sonst nichts zu tun!
Eine wirklich lohnende Fortbildung dagegen ist die Veranstaltung vom MNU und SPhV am Donnerstag, dem 6. Oktober, bei der es um den Umgang mit Dyskalkulie im gymnasialen Unterricht gehen wird. Unser Referent Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer ist in höchstem Maße kompetent und beredsam, so dass wir eine informative und lebhafte Veranstaltung erwarten dürfen.
Dass Verbandsarbeit sich lohnt, zeigt auch das Beispiel Niedersachsen. Es war der dortige Philologenverband, der maßgeblich neuen Schwung in die Diskussion über die Lehrerarbeitszeit gebracht hat, in der auch wir im SPhV ja eine glasklare Linie vertreten. Man sieht daran, wie wichtig es ist, dass wir in den Verbänden den Interessen der Kolleginnen und Kollegen Gehör verschaffen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Delegiertenversammlung am 29. September (ebenfalls ein Donnerstag) gute Weichenstellungen dafür vornehmen wird.

Mit den besten Wünschen für das neue Schuljahr


Ihr
Dr. Marcus Hahn
Vorsitzender